Lohmanndeich in Bremerhaven

Glockenklang fürs Gedenken

Gedenkstätte für auf See Bestattete eingeweiht – Besserer Zugang für Behinderte zum Lohmanndeich

VON WOLFGANG EHRECKE MITTE.

Im Wasserbau sind Dalben in den Grund gerammte Pfähle. Sie grenzen Hafenbereiche ab und dienen Schiffen zum Festmachen. Im Schleusengarten am Neuen Hafen geben künftig fünf Eichen-Dalben den Menschen Halt, die ihrer verstorbenenn Liebsten gedenken wollen, deren Asche im Meer verstreut wurde Vom längsten Berg Norddeutschlands aus könne man weit aufs Meer blicken, zu sich kommen und Hoffnung auf Auferstehung schöpfen, sagte Dirk Scheider, Pastor der Großen Kirche, am Donnerstagnachmittag bei der Einweihung der Dalben-Gedenkstätte im Schleusengarten neben der Sportbootschleuse.

Mit dem längsten Berg meinte Scheider den Weserdeich. Dort oben auf dem Hochwasser- Schutzbauwerk eine Stätte zu errichten, die an auf See Bestattete erinnert, dauerte mehr als zehn Jahre. „Die Planung hat uns viel Wege in der Verwaltung aufgezeigt, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie gibt“, beschrieb Nils Schnorrenberger,Chef der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen, die mühseligen Begleitumstände des Projekts, in das der Bremerhavener Bestatter Torsten Koop rund 60 000 Euro investiert hat. Pünktlich zur Sail fertig Neben der Gedenkstätte verläuft ein neuer, barrierefreier Weg vom Außenhaupt der Schleuse bis hinauf zum Lohmanndeich.

Der Deichabschnitt bis zur Kaiserschleuse war bisher für Rollstuhlfahrer kaum zu erklimmen. „Toll, dass es diesen Weg jetzt gibt, und

das pünktlich zur Sail“, freute sich Annet Herber, die sich zusammen mit ihrem Mann Harald, der im Rollstuhl sitzt, für den Bau eingesetzt hatte. „Der Zugang ist nicht nur für Rollstühle praktisch, sondern auch für Kinderwagen“,

betonte Herber.

Bericht NZ 24.0615 VON WOLFGANG EHRECKE

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