Bummel über das Hafenfest in Bremerhaven 2022.

 

Wir machten uns auf, um bei dem tollen Wetter über den alten und neuen Hafen zu bummeln, um die Schiffe und alle Aktionen und Rahmenprogramme zu genießen.

Fast überall sind die blauen Rampen über die Kabeltunnel gelegt worden, zum Problem werden sie leider dann, wenn man nicht genügend Schwung aufbringen kann, um so über die Rampe zu kommen.

Die Kabeltunnel ohne zusätzliche Rampe sind noch schwer zu überwinden und es kommt nicht selten vor, dass ältere Besucher mit Hilfsmittel vor diesem Kabeltunnel stehen und sich nicht trauten, dort rüber zu fahren.

Ganz schlimm sind da die kleinen kurzen Kabeltunnel. Dort kommt man nur mit ordentlich Schwung rüber. Und diesen ordentlichen Schwung kann halt nicht jeder aufbringen. Auch besteht die Gefahr, wenn man mit Schwung drüber fährt, dass man den anderen Besuchern vor einem in die Beine fährt, da sie ja nicht sehen können, dass hinter ihnen jemand Anlauf nimmt und auch auf Zuruf oft nicht reagiert wird.

Aus diesem Grund sind für Menschen die mit Hilfsmittel und zum Schutz der anderen diese blauen Rampen die beste Lösung. Die würden wir uns überall wünschen.

Wenn man zu zweit im Rolli unterwegs ist, kommt man an einigen Buden einfach nicht heran. Dort sind einige Stufen nicht zu überwinden. Es sollte ja so geplant sein, dass es mobile Rampen in einigen Buden gibt, die auf Nachfrage angelegt werden, aber als wir nachgefragt haben, konnte uns keiner weiterhelfen. Und die Händler können ja auch nicht immer von ihren Platz weck, wenn vorne eine Schlange von Kunden steht.

 

Vielleicht gäbe es die Möglichkeit, Rampen an der Seite der Buden angelegt zu lassen.

Wir bummelten weiter und wenn man etwas trinkt, was man bei der Wärme auch dringend tun sollte, dann muss man eben auch manchmal ein gewisses Örtchen aufsuchen. Da wir uns ja auskennen, steuerten wir auch gleich die barrierefreie Toilette am Deich an.

 

Aber leider war auch wieder in diesem Jahr ein Stand genau vor dem WC aufgebaut worden. Den Leuten nun am Stand klar zu machen, dass sie den Stand zur Seite rücken müssen, damit wir das WC nutzen können, hätte zu lange gedauert. So musten wir im Affenzahn zur nächsten barrierefreien Toilette im Outletcenter gefahren.

Am Deich gibt es eine feste Rampe, die man nutzen muss, um in die untere Ebene zu kommen. Aber wenn man sich hier nicht auskennt, kann man sie wirklich nur sehr schlecht sehen.

Vielleicht würde ein Hinweisschild da schon helfen.

Wir lieben Street Food Stände, also machten wir uns auf den Weg und suchten das Gelände mit den Ständen auf. Von der Brücke aus konnte man das Gelände gut übersehen, aber wie nun auf das Gelände kommen?

Links an der Brücke vorbei gab es schon einmal die Ankündigung des Festivals. Wir rollten nun an dem Schild vorbei und musten erkennen, dass es nicht möglich war, wie die anderen Besucher von der Seite aus zu dem Platz zu gelangen, da dort nur Treppen hinunter führten.

Also rollten wir weiter und nahmen dann am Ende des Weges ein Schild war.

Der Weg, in das das Schild wies, war leider kaum zu befahren. Ausgewaschenes Kopfsteinpflaster machte es uns sehr schwer, voranzukommen.

Andere Besucher probierten es erst gar nicht und traten gleich den Rückweg an.

Dann kam man an ein Gitter, dass geschlossen war. Man sagte uns, dass wir uns melden sollten, wenn wir auf das Streetfood Gelände wollten und dann würden sie das Gitter zur Seite nehmen. Wir waren von dem schlechten Untergrund schon sehr geschafft und auf dem Gelände bestand der Untergrund aus Rasen. Was das Vorankommen nicht grade erleichtert.

Wir sparten unsere Kräfte und musten dann leider auch den Rückweg antreten.

Es war schon sehr schade, dass wir das nicht genießen konnten und auch für die Händler ist es nicht schön, wenn zahlende Besucher den Rückweg einschlagen.

Im Jahr 2021 wurde bei der Lüten Sail ein Pavillon vor der Treppe aufgebaut, sodass man den Eingang schnell finden konnte und vielleicht wäre es ja eine gute Lösung, wenn man dort eine große Rampe anbringen würde.

Wir sehen immer wieder, wie wichtig es ist, dass jemand „Testfahrten“ macht und aufzeigt, was für Barrieren noch beseitigt oder gemildert werden können. Denn Betroffene nehmen diese Barrieren natürlich zwangsweise anders war wie Menschen, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Und wir werden auch nicht müde werden, diese Orte immer wieder aufzuzeigen und diese Menschen immer wieder daran zu erinnern, dass doch noch eine Menge getan werden muss, damit die Teilhabe am Leben nicht nur ein geschriebenes Wort bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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